Montag, 13. Februar, 19:30 Uhr
ARTE
Wilde Pyrenäen
Sinfonie der Farben.
Im Herbst scheint in den Pyrenäen der Himmel zum Greifen nah. Die Luft ist klar, die Aussicht vom Pic du Midi in Frankreich reicht weit über den Hauptkamm des Gebirges bis nach Spanien hinein. Ein Gipfel ist schöner als der andere. Rothirsche buhlen um Hirschkühe und Bären durchstreifen die farbenprächtigen Täler nach Nahrung, bevor sie sich zur Winterruhe in eine Höhle zurückziehen. Die seltenen Bartgeier kommen jetzt in Balzstimmung und suchen ihre Horste für die nächste Brutsaison. Aus ganz Frankreich reisen jeden Herbst zahlreiche Vogelfreunde und Ornithologen in die Region, um ein ganz besonderes Schauspiel zu beobachten: den Vogelzug über die Pyrenäen. Wenn der letzte Rote Milan segelnd den Irati-Bergpass überquert hat und die letzten Kraniche gen Süden fliegen, wird es plötzlich still in den Bergen - der Winter zieht ein. Dicke Schneeflocken fallen unaufhörlich vom Himmel und bedecken die Bergwelt. Den Bartgeiern kann der Wintereinbruch nichts anhaben: In einer steilen Felswand haben sie ihren Horst gebaut und zwei Eier gelegt. Zwei Monate Brutzeit liegen jetzt vor ihnen, bevor die Jungen schlüpfen - wenn alles gutgeht. ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer "Streaming"-Fassung auf ARTE+7 bereit.
Mittwoch, 15. Februar, 20:15 Uhr
SWR
betrifft
Spätzle auf spanisch
Spätzle auf spanisch.
Autorinnen: Nele Münchmeyer, Erica Ruetz Flamenco im Fachwerkstädtchen, Spätzle in Andalusien: Was verbindet die Kleinstadt Knittlingen bei Pforzheim mit zwei Bergdörfern in Südspanien? Deutschland war einst Wirtschaftswunderland, in Spanien gab es keine Arbeit. Nachdem Spanien und Deutschland 1960 einen Anwerbevertrag unterzeichnet hatten, kamen 600.000 Spanier als Gastarbeiter in die Bundesrepublik. Aus den armen Nachbardörfern Benaoján und Montejaque machten sich fast alle arbeitsfähigen Männer, insgesamt 300, auf den Weg nach Norden. Ihr Ziel: Knittlingen. Hier gab es Arbeit, hier war es "wie im Paradies". Viele sind inzwischen im Schwabenland fest verwurzelt und doch Andalusier geblieben. Andere sind in die alte Heimat zurückgegangen. Im Film schildern drei Generationen Deutschspanier aus Montejaque, Benaoján und Knittlingen ihr Leben zwischen zwei Kulturen. Sie alle sind Beispiele für eine "positive Migration". In der Gemeinde Knittlingen gut aufgenommen, haben ihre Kinder das Beste aus dem deutschen Bildungssystem gemacht, manche sprechen besser schwäbisch als spanisch. Für sie kann Heimat beides sein: Schwaben und Andalusien. Die aktuelle Politik führt lautstark ihre Integrationsdebatten - die Menschen aus Knittlingen, Montejaque und Benaoján haben still und kaum bemerkt längst vorgeführt, dass Migration Bereicherung bedeuten kann.
Sonntag, 19. Februar, 13:25 Uhr
SF2
Alfaro - Hauptstadt der Störche
Das grosse Dach der heiligen Stätte ist mit seinen vielen Nischen und Türmchen ideal für die geselligen Klapperstörche. Ursprünglich waren sie scheue Baumbrüter, doch schon lange hat Meister Adebar entdeckt, dass es sich in der Nähe des Menschen besser lebt: Hier ist er vor Feinden sicher und im nahe gelegenen Feuchtgebiet des Rio Ebro findet er eine reich gedeckte Tafel mit vielen Fischen, Mäusen, Fröschen und Regenwürmern. Dass auch in schlechten Zeiten wirklich niemand hungern muss, dafür sorgen die offenen Müllkippen rund um Alfaro. Doch nun ist das Storchenparadies bedroht: Die marode Kirche leidet unter der Last der Nester und droht zusammenzubrechen. Das denkmalgeschützte Gebäude muss renoviert und die schwere Last entfernt werden. Die Menschen von Alfaro setzen sich für ihre Störche ein. Sie sind überzeugt, dass es kein Zufall ist, dass Alfaro nicht nur die Stadt mit den meisten Störchen, sondern gleichzeitig auch die Stadt mit den meisten Zwillingskindern von ganz Spanien ist.
Sonntag, 19. Februar, 22:30 Uhr
ZDF Neo
High Heels
Mitte der Siebziger Jahre sieht die Nachrichtensprecherin Rebeca (Victoria Abril) ihre Mutter Becky del Páramo (Marisa Paredes) nach 15 Jahren wieder. Becky hatte ihre zwölfjährige Tochter aus erster Ehe beim Vater zurückgelassen, um im Ausland Karriere als Sängerin zu machen. Reich und berühmt kehrt sie nun für einige Konzerte nach Madrid zurück, um nebenbei auch die belastete Beziehung zu ihrer inzwischen mit einem ihrer früheren Liebhaber verheirateten Tochter zu klären. Doch die Ehe von Manuel (Feodor Atkine) und der im Schatten der übermächtigen Mutter verkümmernden Rebeca geht in die Brüche. Manuel möchte Rebeca verlassen und die Beziehung zu Becky wieder aufnehmen. Als eines Nachts Rebeca ihren Mann in seinem Landhaus ermordet auffindet, fällt der Verdacht von Untersuchungsrichter Domínguez (Miguel Bosé) auf Mutter und Tochter. Vor laufender Fernsehkamera legt Rebeca unvermittelt ein Geständnis ab und wird verhaftet. Doch Richter Domínguez, der als gefeierter Transvestit und Becky-Imitator Femme Letal zwischen Gerichtssaal und Nachtclub ein Doppelleben führt, hat sich in die schöne Rebeca verliebt und hält ihr Geständnis für eine Lüge, mit der sie den wahren Täter schützen möchte. Pedro Almodóvars ironisches Melodram um Liebe, Mord und verspätete Mutterliebe ist eine Hommage an die Weiblichkeit und ihre diversen Spielarten, die ihre beiden Hauptdarstellerinnen Victoria Abril und Marisa Paredes in ausgeklügelten Dekors in Szene setzt. Sendelänge 110 Minuten