Guten Tag!
„Ein Leben in der Stadt der Tapas“
Die Auswahl ist bestechend. Albóndigas (Fleichbällchen), Ensaladilla Rusa (Russischer Salat),
Empanadas (gefüllte Teigtaschen) und Aceitunas (Oliven), …präsentieren sich in der Vitrine auf der Theke.
Von der Decke baumeln eine Menge Jamóns (Schinken), deren Fett in kleine Auffangschirmchen tropft.
Dazu ein Tinto (Rotwein). Ein Blick nach unten – der Boden ist übersät mit Zahnstochern, Olivenkernen,
Zigarettenkippen und Servietten. Hier kann man ein wenig verweilen, denn je schmutziger der Boden,
desto besser die Bar. Schon eine Menge Einheimische waren vorher da. In der Enge vor der Theke schreit
man gegen den TV-Lärm an. 2 Tapas hier, ein Tapa dort. „Tapear“, das Essen von Tapas, ist Ausdruck
des andalusischen Lebensgefühls und eine amüsante Alternative zum kompletten Essen.
Morgens während der Büropausen oder abends nach dem Ende des Arbeitstages schauen die
Granadienser „á tapear“ auf einen Appetithappen oder einen Schluck Wein in einer Taperia vorbei.
Ich bin in Hannover geboren, lebe aber bereits seit 13 Jahren in Spanien und nun seit 3 Jahren in Granada. Das andalusische Lebensgefühl mit all seinen Eigenarten ist kaum noch weg zu denken. Tapas, Flamenco, die zahlreichen Feste und Ferias sind Teil meines Alltags geworden.
In dieser 5. Ausgabe des Newsletters erfahren Sie mehr über meine Zusammenarbeit mit Geotoura,
für die ich Service und Organisation hier vorort in Andalusien übernehme.
Außerdem Neuigkeiten zu den Geotoura-Reisen, sowie interessante Tipps zum Thema Spanien.
Viel Spaß beim Stöbern wünscht
Gregor Bonk
In dieser Messesaison waren wir gemeinsam mit dem Verband forumandersreisen e.V. und dem Umweltmagazin
„Verträglich Reisen“ wieder auf verschiedenen Reisemessen vertreten.
Unter dem Motto „TravelTour & Trends – Reisen neu erleben!“ fand in Köln in der ersten Adventswoche
die Reisemesse Köln International, die größte, rein touristische Publikumsveranstaltung Deutschlands statt.
Auf über 22.000 qm Fläche erwarteten den Besucher vielfältige Angebote und zahlreiche Events.
Die Reisemesse CMT in Stuttgart wurde vom 12.-20.01.2008 das erste Mal auf dem neuen Messegelände
am Flughafen ausgerichtet. Eine Rekordzahl von 218.000 Besuchern konnte sich bei 1850 Ausstellern
(ebenfalls eine Rekordzahl) aus 95 Ländern Anregungen für den Reisemobil- und Wohnwagenkauf und einen
Urlaub im In- oder Ausland holen.
Auf der „Reisen“, Hamburg vom 06.-10.02.2008 präsentierten sich 1000 Aussteller aus über 80 Nationen.
Auf der größten Tourismusmesse Norddeutschlands bot sich dem Besucher ein vielseitiges Angebot von
Kultur- oder Städtereisen über Strand- oder Wellnessurlaub, sportlichen Abenteuern oder Aktiv-Trips
bis zu umweltverträglichen Reisen.
Vom 14.-18.02.2008 fand die Reisemesse C-B-R in München statt. Rekordzahlen von über 100.000 Besuchern
und 1.544 Ausstellern verzeichnete die beliebteste Publikumsmesse Münchens in diesem Jahr.
Der Gemeinschaftskatalog vom forumandersreisen beinhaltet 200 professionell gestaltete Reiseseiten mit über 160 ausgewählten Reiseangeboten der Mitglieder. Der Reiseperlen-Katalog wird auf den wichtigsten deutschen Tourismusmessen präsentiert. Unsere Reise „Kulturgenuss auf andalusisch“ findet sich im Katalog in der Rubrik „Kultur“ auf Seite 119.
Mein Name ist Gregor Bonk. Ich bin in Hannover geboren, lebe aber bereits seit 13 Jahren in Spanien. Als gelernter
Touristikfachmann und Rehabilitationstrainer begleite und organisiere ich seit vielen Jahren Sportreisen, Wanderreisen,
Studienwanderreisen und Kulturreisen.
In meiner Laufbahn habe ich mich zusätzlich auf Reisen für Menschen mit Handicap sowie
Gesundheitsreisen spezialisiert. Für mich zählt nicht die Vermittlung von der Stange, sondern das individuell
zusammengestellte und fachkundig betreute Angebot. Das verbindet mich mit Geotoura.
Seit letztem Jahr haben wir völlig individuelle Mietwagenrundreisen durch Andalusien im Programm. Durch meinen Sitz
in Granada und ein weites Netzwerk an Hotelpartnern und Reiseleitern in Andalusien ist es möglich, diese Art von
Paketen für unsere Kunden individuell zu schnüren. Meine Präsenz vorort ermöglicht eine optimale
Vorbereitung und Betreuung jeder einzelnen Reise.
Kunstvoll geschmückte Blumenkreuze, traditionelle Innenhöfe, Weinproben, das Volksfest von Córdoba,
die Messe der andalusischen Pferde, die weltberühmte Semana Santa (Karwoche),…
Das Frühjahr in Andalusien ist die Zeit der Wallfahrten, religiösen Prozessionen und Jahrmärkte,
bei denen sich Andalusien nach dem kühlen Winter von seiner schönsten Seite zeigt. Im Monat Mai,
wenn der Duft der Orangenblüten die Gassen erfüllt, bietet sich die Gelegenheit den Charakter des südlichen
Spanien auf eine ganz besondere Weise kennen zu lernen.
Im Abstand von nur zwei Wochen finden die bedeutendsten Feste des Jahres statt:
Die Semana Santa, die Karwoche und die die Feria de Abril, das Volksfest Sevillas.
Die Feria in Sevilla ist die größte und beeindruckendste Feria, die bis in den Sommer hinein von den
zahlreichen weiteren Ferias jeder andalusischen Stadt gefolgt wird. Ihren Ursprung haben die Ferias,
eine Art Jahrmärkte, in den seit dem 19 Jh. stattfindenden Viehmärkten, die sich im Laufe der Zeit zu
Orten der Begegnung und zu Orten für Feierlichkeiten entwickelten.
Im Monat Mai folgen die Feria del Caballo in Jerez de la Frontera mit Cartuja-Pferden,
prachtvollen Kutschen und stolzen Reitern und die Feria de la Manzanilla in Sanlúcar de Barrameda,
dem einzigen Ort, in dem dieser Wein reifen kann. Auch Córdoba zeigt sich im Mai in voller Pracht.
Die Feria de Mayo (Feria de Nuestra Señora de la Salud) ist das bekannteste und bedeutendste
Fest Córdobas. Jedem Besucher ist es hier erlaubt mitzufeiern. Die ca. 200 Zelte und Buden dürfen
nicht geschlossen werden, so dass jeder durch die Zelte der Vereine, Gruppierungen und Verbände gehen kann.
Es ist eine traditionelle andalusische Feria mit Musik, Gesang, Tanz, Wein und Stierkämpfen.
Außerdem gibt es in Córdoba die Cruces de Mayo, ein Fest, bei dem sich die Stadtteile einen Wettbewerb im
Aufstellen von Blumenkreuzen in den Innenhöfen (Patios) liefern.
Neben den Ferias finden zu dieser Zeit zahlreiche Wallfahrten (Romerías) statt. Fast jedes andalusische
Dorf hat seine eigene Romería, die nach der Stadt Rom benannt ist und meist zu Kapellen oder Kirchen führt,
die mitten in der Landschaft außerhalb der Ortschaften liegt. Errichtet wurden diese dort wegen
Marienerscheinungen oder anderen Wundertaten. Auch bei Wallfahrten entdeckt man die Andalusier
teilweise mit Trachten, Pferd und Wagen. Die prachvollste Romería, die über die Grenzen Spaniens hinaus
bekannt ist, ist die an Pfingsten nach El Rocío. Tagelang sind tausende von Pilgern in den schönsten
Trachten von überall mit prunkvollen Altären unterwegs, um den kleinen Ort einmal im Jahr zum Leben zu
erwecken. Gefeiert wird hier die Marienfigur Blanca Paloma aus dem 13. Jahrhundert.
Während dieser Zeit der zahlreichen Feierlichkeiten können Sie folgende unserer Reisen buchen:
24.05.-31.05.2008 «Andalusische Naturimpressionen»
25.05.-07.06.2008 «Kulturgenuss auf andalusisch»
Südlich von Córdoba gelegen, beeindruckt die Sierra Subbética mit einer kargen Gebirgslandschaft,
an deren Fuß sich bis zum
Horizont ein Meer von Olivenhainen erstreckt. Unsere Foto-Wanderreise weist den Weg zu einmaligen
Landschaftsaufnahmen.
Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten, die Welt der Natur fotografisch festzuhalten. Die kleinen Dörfer und
Städte der Sierra Subbética bieten zudem eine Fülle von Motiven, „Dorf- und Stadtlandschaften“ zu
fotografieren.
Sie erwandern sich in verschiedenen geführten Tagestouren die schönsten Fotomotive im Naturpark
der Sierra Subbética.
24.05. – 31.05.2008 «Andalusische Naturimpressionen»
Weiße Dörfer in den Alpujarras, die beeindruckenden Städte Granada und Córdoba, Wandern in der Sierra
Subbética und im Naturpark El Torcal, die kleinen Renaissancestädtchen Baeza und Úbeda und die weiten
Landschaften der Montes de Málaga - Sie erleben all dies mit einer kleinen Gruppe in persönlicher Atmosphäre.
25.05. – 07.06.2008 «Kulturgenuss auf andalusisch»
31.08. – 13.09.2008 «Kulturgenuss auf andalusisch»
Um Mitternacht am Karfreitag in Sevilla. Seit 400 Jahren wiederholt sich jährlich das gleiche feierliche Ritual.
Tausende stehen vor dem Portal der Balisica Macarena, einer modernen Kirche in Neo-Barockem Stil,
die zwischen 1936 und 1941 im Macarena-Viertel gebaut wurde. Um die besten Plätze um das Stadttor
wird schon Stunden vor Mitternacht gerangelt.
Prunkvoll erscheint das Cruz de Guía, das Leitkreuz aus Holz mit Silber verziert, welches die Prozession
eröffnet. Nun kann die “Madrugá“, die Nacht in der laut dem Evangelium die Passion Christi erfolgt, beginnen.
Die „Nazarenos del Cristo“, der erste Teil der Büßer, bahnen sich in Zweierreihen Ihren Weg durch die Menge.
Mit ihren Spitzhauben, den „Capirotes“, verhüllten Gesichtern, großen brennenden Kerzen und anderen Insignien,
wie z.B. Silberstäben, wirken Sie unheimlich. Die Menschenmassen warten ungeduldig auf den ersten "Paso".
Jubel und Begeisterung. „Macarena guapa“ (hübsche Macarena) schallt es durch die Gassen.
Die christliche Jungfrau Macarena, die „Königin Sevillas“ mit einem riesigen goldglänzenden Mantel erscheint
in leuchtendem Kerzenschein. Sie ist eine der ältesten Madonnen Sevillas und stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Der „Capataz“ geleitet fünfzig „Costaleros“, die den „Paso del Cristo“ von El Silencio – eine „Altarbühne“ die eine
Scene aus der Leidensgeschichte darstellt, auf den Schultern tragen. Durch die Pforten der größten
gotischen Kathedrale der Welt schreiten die „Nazarenos“ der Bruderschaft „El Silencio“ (Die Stille).
Blitzlichtgewitter und Stimmengewirr stören die Stille und kündigen die „Pasos“ an. Immer deutlicher hört
man die Oboenklänge, die den „Paso“ begleiten. Zwischen den Orangenbäumen erscheint er.
Still und ganz in schwarz – der zweit älteste „Paso“ der Madrugá.
Bis zum Mittag des Karfreitag hält das emotionsgeladene Menschengewimmel an.
In der christlichen Liturgie wird den tragischen Stunden der Passion Christi gedacht, die den Zeitraum vom
heiligen Abendmahl (Gründonnerstag) bis zur Kreuzigung (Karfreitag) umfassen.
In Sevilla finden in dieser Nacht die herausragendsten, künstlerischsten und andachtsvollsten
Prozessionen der Woche statt.
Mehr zur Semana Santa hier in unserem Spanien-Lexikon.
In der Karwoche herrscht in Spanien Ausnahmezustand. Mit Hingabe und tief empfundenem Gefühl nehmen
die Menschen lebhaft an den traditionellen Feierlichkeiten teil. Wenn Sie zur Zeit der Semana Santa noch
nicht in Spanien waren, sollten Sie die Gelegenheit nutzen. Sie werden einzigartige Momente in mitreißendem
Ambiente erleben.
Die Milch zusammen mit der Orangen- und Zitronenschale zum Kochen bringen.
Danach vom Herd nehmen und nach dem Abkühlen die Schalen herausnehmen.
Nun werden Zucker und Eigelbe so lange schaumig geschlagen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.
Dann die Milch (ca 85° C) hinzufügen, das Ganze gut verrühren und zum erneuten Abkühlen beiseite stellen.
Das Olivenöl wird zu der abgekühlten Milch-Ei-Mischung gegeben und gut vermischt.
Nun wird die steif geschlagene Sahne untergehoben und die Masse in eine flache Schüssel gefüllt,
wo sie im Gefrierfach etwa 2 Stunden unter gelegentlichem Rühren gefriert.
Serviervorschläge:
Die Orange in Scheiben schneiden und auf die Kugeln des Olivenöleis legen.
oder
Das Olivenöleis auf einem dünnen Schokoladenplättchen anrichten – mit Minzblättern oder in sehr
feine Streifen geschnittene Orangenschale dekorieren.
Die 2007 erschienene neue CD von El Bicho ist wieder mal gelungen. Die Musik – irgendwo bei Rock,
Flamenco, Punk, Jazz,… angesiedelt – die Stimme von Miguel Campello: einfach klasse.
Schwer einzuordnen, aber ein echtes Hörvergnügen.
von Kirsten Boie
Die 1950 in Hamburg geborene Kerstin Boie gehört zu den renommiertesten deutschen Autorinnen
des modernen Kinder- und Jugendromans. Darüber hinaus schreibt sie auch kleinere Drehbücher fürs
Kinderfernsehen. 2007 erhielt sie den Deutschen Jugendliteraturpreise für ihr Lebenswerk.
Verlag: Oetinger; Auflage: 1 (August 2007)
ISBN-10: 3789131709
ISBN-13: 978-3789131707
Dieses auch als Hörbuch erhältliche Jugendbuch ist mit Sicherheit nicht nur für Jugendliche interessant.
Durch die Berührung einer alten Fliese in einem Antiquitätenladen in Granada gerät Boston ins Granada
vor 500 Jahren. Ein spannender Abenteuerroman, der die Zeit und die geschichtlichen Zusammenhänge
hervorragend beschreibt.
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Verantwortlich für den Inhalt: Vanessa Krüger, Ilona Hensel
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