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Arroz – Reis

Die Mauren führten im 8. Jahrhundert dieses aus Asien stammende Getreide in Spanien ein. Zu den bedeutendsten Anbaugebieten Spaniens zählt seit dieser Zeit die Gegend der Albufera (Valencia). Der in Spanien angebaute Rundkornreis hat einen weichen, wohlschmeckenden Kern und kocht sehr weich. Durch seinen hohen Stärkegehalt ist das Korn unverwechselbar weiß. Nur Reis der Sorten Bahía, Sénia und Bomba ist durch die Herkunftsbezeichnung geschützt. Alle Verpackungen müssen ein nummeriertes Etikett tragen, das vom Normierungsrat ausgestellt wird. Verwendet wird er vor allem für Risotto, Paella und Gemüsesuppen. Auch für Süßspeisen wird er gerne genommen, da die Körner beim Kochen zusammenkleben. Von den meisten Kleinbauern wird der aufwändige Reisanbau nur als Nebenverdienst angesehen. Nach der Aussaat im Frühjahr werden die Felder überschwemmt und die Körner keimen nun bei einer Temperatur um die 12° C. Haben sie eine Höhe von etwa 20 cm erreicht, werden sie büschelweise ausgerissen und einzeln in einem anderen, bereits überschwemmten Feld wieder eingesetzt. Nach Ablassen des Wassers (wenn es nicht schon verdunstet ist) wird dann ab September geerntet. Er wird gedroschen, getrocknet und anschließend enthülst und poliert. Andalusien ist von jeher eine trockene Region mit kargen Wasserressourcen. Die Andalusier verdienten über Jahrhunderte ihren Lebensunterhalt mit klimaverträglicher Landwirtschaft, da sie sich sowohl im Lebensstil als auch im Umgang mit natürlichen Ressourcen an das extreme Klima angepasst haben. Durch den Wirtschaftsaufschwung, den Tourismus, aber auch durch die Intensivierung der Landwirtschaft, kam es in den letzten Jahren zu einem massiven Anstieg des Wasserverbrauchs. Der Tourist bekommt von der Wasserknappheit so gut wie nie etwas mit; da die Leitungen im Notfall aus Tanks und Zisternen gespeist werden und die Golfplätze auch bei Wasserknappheit saftig grün sind. Das eigentliche Problem liegt aber darin, dass viele Bauern den Anbau traditioneller Feldfrüchte aufgegeben haben und stattdessen Mais, Reis, Zuckerrüben und Baumwolle anbauen, da dieser Anbau erträglicher ist und zusätzlich von der EU gefördert wird. Nachteil: Er benötigt sehr viel mehr Wasser. Dazu kommt, dass die Bewässerung oft ineffizient ist, denn die Bauern wässern ihre Felder oftmals in der Mittagshitze, statt nachts. Der von den lokalen Bewässerungsverbänden gezahlte Preis richtet sich nach der Fläche des zu bewässernden Feldes und nicht nach der verbrauchten Menge. Die Wüstenbildung in Spanien schreitet fort und eine Lösung des Wasserproblems ist noch nicht in Sicht.

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