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Dehesa

Dehesa ist die spanische Bezeichnung für beweidete Eichenhaine (Stein-, Korkeichen), die vor allem im Südwesten Spaniens (Extremadura, Andalusien) ausgedehnte Flächen einnehmen. Dehesas sind entstanden, indem die ursprünglichen Steineichenwälder durch lokale Rinder-, Schaf- und Ziegenrassen beweidet wurden. Die ebenen, nährstoffarmen Böden im Südwesten Spaniens bieten schlechte Voraussetzungen für den Ackerbau. Die Weidewirtschaft ist da schon lohnender. Die Bäume schützen den Boden vor Erosion, spenden den Weidetieren Schatten, und liefern die vor allem zur Schweinemast geschätzten Eicheln. So entstanden hier parkartige Baumbestände, auch Dehesas genannt. Dehesas gelten als ein Musterbeispiel für eine naturnahe Kulturlandschaft: Bäume schützen den Boden, liefern Brennstoffe (früher wurde aus Steineichen Holzkohle hergestellt) und Futter für die Weidetiere, die zudem auch modernen Ansprüche genügen, da sie unbelastet von Fremdstoffen sind. Dennoch sind die Dehesas heute gefährdet, da die traditionellen Weidetiere durch moderne Rassen, die produktiver sind, deren Futteransprüche aber durch Importfutter gedeckt werden müssen, ersetzt werden. Nicht mehr genutzte Dehesas sind an aufkommendem Buschbewuchs zu erkennen.

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