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Haciendas sind eindrucksvolle, ländliche Gebäudekomplexe, die das Erbe der römischen Villa bewahren. Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert entwickelten sie sich zu landwirtschaftlichen Großbetrieben, auf denen überwiegend Olivenanbau, Weinbau, Viehzucht oder auch Getreideerzeugung betrieben wurde. Es handelt sich um eine große, in der volkstümlichen Tradition erbaute Anlage, bestehend aus ländlichen und städtischen Architekturformen. An den Portalen befinden sich z.T. Azulejos, die das Wappen des Besitzers tragen oder auch religiöse Figuren. Manche sind auch mit Stuckdekor geschmückt. Typisch für eine Hacienda ist ein Turm, in unterschiedlichster Bauweise, auf dem sich ein mirador befindet, von dem aus die Arbeiten auf dem Hof, wie auch die der Umgebung überwacht werden konnten. In der Hacienda de Guzmán, die östlich von Sevilla liegt, besitzt jeder Gebäudetrakt einen patio.